Ende Mai fand in Wien der R20 Austrian World Summit mit Arnold Schwarzenegger, Greta Thunberg und mehr als 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus aller Welt statt. Mittendrin das Team und ein Modell von „FOR FOREST - die ungebrochene Anziehungskraft der Natur.“

Neben dem Initiator der großen internationalen Klimaschutzkonferenz Arnold Schwarzenegger, dem österreichischen Bundespräsidenten Alexander van der Bellen sowie der schwedische Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg, konnte das Projekt durch Klaus Littmann, Landeshauptmann Peter Kaiser und Kooperationspartner Herbert Waldner auch noch vielen weiteren internationalen Gästen vorgestellt werden. Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg konnte sich von FOR FOREST ebenso überzeugen wie Nana Addo Dankwa Akufo-Addo, Präsident von Ghana.

Am Bild (v.l.n.r.) LH Peter Kaiser, Kunst-Initiator Klaus Littmann, Schwarzenegger-Lebensgefährtin Abby Champion, Kunstprojekt-Unterstützer Herbert Waldner und Patrick Schwarzenegger.

Eine andere Art um auf die Klimakrise aufmerksam zu machen

"Wir müssen mit der Klimakrise anders umgehen. Wir müssen anders über die Klimakrise sprechen als bisher. Wir müssen sie so nennen, wie sie sich darstellt: einen Notfall", so Greta Thunberg in ihrer Eröffnungsrede. "FOR FOREST" ist genau so eine "andere Art", durch die auf die Klimakrise aufmerksam gemacht wird. Angeregt durch eine Zeichnung des Künstlers Max Peintner installiert der Schweizer Klaus Littmann temporär einen Wald in das 30.000 Zuschauer fassende Fußballstadion in Klagenfurt, bevor er anschließend definitiv verpflanzt wird. Littmann sieht die Natur selbst als "großes Gesamtkunswerk", der er ein "kleines Kunstwerk widmen möchte" und gibt mit dem Projekt auch zu denken, wie eine Zukunft aussehen kann, in der man Natur anschauen muss, wie es mit Tieren im Zoo heute schon passiert.

Am Bild LH Peter Kaiser (Mitte) mit Ministerpräsident aus Baden-Württemberg Winfried Kretschmann (rechts).

Landeshauptmann Peter Kaiser stellte das Projekt vor

„Die Fragen sind eindeutig: Welche Erfolge können wir im Klimaschutz bereits verzeichnen und welche konkreten Schritte haben wir noch zu setzen. Vor allem aber müssen wir das Bewusstsein, unsere Umwelt zu schützen und dementsprechende Handlungsweisen zu überdenken, forcieren. Jeder kleine Schritt für die Umwelt wird zu einem großen Sprung im Klimaschutz", erklärte der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser. FOR FOREST sei das wohl größte antikommerzielle Kunstprojekt im öffentlichen Raum, das nicht nur als reines Kunstprojekt alleine zu sehen sei. Vielmehr noch ist es als Mahnung zu verstehen, im Klima- und Umweltschutz eiligst verstärkt tätig zu werden, damit Natur und Umwelt nicht tatsächlich einmal als reines Museums-Objekt hinter Mauern betrachtet werden können, wie es heute schon Tiere in Zoos werden. Die Kunst könne hier etwas bewegen, weil sie für die breite Öffentlichkeit zugänglich ist. Es sei laut Kaiser alles daran zu setzen, die Selbstverständlichkeit der Natur enkeltauglich zu schützen und zu bewahren.

Am Bild (v.l.n.r.) Kunst-Initiator Klaus Littmann, Ex-Außenministerin Karin Kneissl, LH Peter Kaiser und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz.

Von Arnold Schwarzenegger gegründet

Umweltkatastrophen wie Waldbrände, Hochwasser, Muren, Hangrutschungen, Starkregen und Dürren nehmen jährlich zu, die Schäden steigen in die Milliarden. Schon 2010 gründete Arnold Schwarzenegger daher seine Klimaschutzorganisation R20 - Regions of climate Action und in weiterer Folge die Klimakonferenz um Politiker, Wirtschaft, Experten und Zivilgesellschaft zusammen zu bringen, um konkrete Schutzmaßnahmen zu diskutieren und für deren Umsetzung zu sorgen.

Reges Interesse an FOR FOREST

Greta Thurnberg, Aksel Lund Svindal & Conchita Wurst

Im Anschluss an die diesjährige Klimaschutzkonferenz in der Hofburg fand unter dem Motto "Fünf Kontinente" am Heldenplatz erstmals ein sogenannter "Climate Kirtag“ statt auf dem Schwarzeneggers Mitstreiterin und Direktorin von R20, Monika Langthaler zahlreiche Aktivisten, Künstler und Sportler wie die Schwedin Greta Thunberg, Aksel Lund Svindal, Conchita Wurst, Hubert von Goisern und natürlich Arnold Schwarzenegger selbst begrüßen konnte. Langthaler strich die Rolle von R20 Austrian World Summit, der Klimakonferenz, hervor: Partnerschaften stärken, Erfahrungen und Ideen austauschen, nachhaltige Klimaschutzprojekte schneller auf Schiene bringen. R20 sei kein "one day event", sondern eine breit angelegte Initiative für den Klimaschutz. 

Text: Isabel Brugger & Johannes Wouk