Über 20 Rotbuchen haben im September und Oktober 2019 ihren großen Auftritt im Klagenfurt Wörthersee Stadion. Vom Star-Landschaftsarchitekten Enzo Enea handverlesen fügen sie sich mit mehr als 260 anderen Bäumen zum authentischen Mischwald der Kunst-Intervention „FOR FOREST - Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“ von Klaus Littmann. Die Rotbuche ist die Buche schlechthin. Sie ist in Mitteleuropa weit verbreitet, wird bis zu 300 Jahre alt, hat eine ausgefeilte Überlebensstrategie und man kann aus ihren Blättern sogar Salat machen. 

Heimischer Baum

Die Rotbuche (botanische Schreibweise Rot-Buche) ist mit einem Anteil von 15 % der häufigste Laubbaum in den Wäldern Deutschlands. In der Schweiz beträgt ihr Anteil 19 %, in Österreich 10 %. Der Namensteil „Rot“ bezieht sich auf die leicht rötliche Färbung ihres Holzes. Da die Rotbuche die einzige in Mitteleuropa heimische Buchenart ist, wird der Zusatz zur Artbezeichnung meist weggelassen. Rotbuchenreiche Laubmischwälder sind die potenzielle natürliche Vegetation großer Teile Mitteleuropas. Die Rotbuche gilt als Zeigerpflanze für ein atlantisches Klima.

Großer Baum

Die Rotbuche wächst als sommergrüner Baum und kann Wuchshöhen von bis zu 30 m, im dichten Wald auch bis zu 45 m erreichen. Der Stammdurchmesser kann im Freistand bis 2m betragen. Sie kann bis zu 300 Jahre alt werden; in Einzelfällen wurden auch ältere Exemplare gefunden. Die Krone einer ausgewachsenen Buche kann bis zu 600 m² beschatten, sie blüht und fruchtet in einem Alter von etwa 30 bis 200 Jahren.

Kluger Baum


Die auch als Bucheckern bekannten Früchte enthalten Trimethylamin (auch Fagin genannt) und sind dadurch leicht giftig. Nach einem trockenen heißen Jahr fällt die Bucheckernernte häufig besonders reichlich aus. Solche Mastjahre gehören zur Überlebensstrategie von Buchen. Würden sie jedes Jahr gleich viele Samen ausbilden, würden Mäuse, Wildschweine und Vögel ihre Population an dieses konstante Nahrungsangebot anpassen. Durch die nur gelegentlich überreichlich gebildeten Samen wird sichergestellt, dass mehr Samen ausgebildet werden, als die Tiere zu fressen vermögen.


Köstlicher Baum

im Frühjahr können die frisch ausgetriebenen Blätter für Salate oder Suppen verwendet werden. Nüsschen ab September. Da sie leicht giftig sind, pro Tag nur wenige verspeisen, oder geröstet bei 100 °C, während 5 Minuten, verlieren sie den bitteren Geschmack und sind dann unbedenklich genießbar

Steckbrief Rot-Buche, Fagus sylvatica

Weitere Namen:  

🇮🇹 Faggio comune 

🇫🇷 Hêtre, Foyard 

Pflanzengruppe: Gehölz  

Untergruppe: Laubgehölz

Familie: Fagaceae


Gilt als heimisch in: CH, DE, AT

Heimat: Europa, Nordafrika, Naher Osten

Habitus: Grossbaum, rundkronig. Im Freistand tiefhängende Äste

Höhe: 20.00 - 25.00 m

Drinnen/draussen: mehrjährig im Freien


Blüte: gelb 

Blütezeit: April bis Mai

Fruchtfarbe: braun/beige/grau 

Fruchtzeit: September bis Oktober

Spross/Stamm: braun/grau

Blattform: elliptisch, zugespitzt. Blattrand junger Blätter bewimpert, später verkahlend

Blattrand: ganzrandig, bewimpert

Blattstellung: wechselständig

Belaubung: sommergrün