FOR FOREST ist nicht Geschichte
– FOR FOREST ist dabei, Geschichte zu schreiben!

Die Kunstintervention „FOR FOREST – Die Ungebrochene Anziehungskraft der Natur“ lockte über 200.000 Personen ins Wörthersee Stadion von Klagenfurt. Medien in über 80 Ländern der Welt berichteten von der bisher größten Kunstintervention im öffentlichen Raum.

FOR FOREST hat Leute berührt und dazu animiert, sich über Umweltthemen auszutauschen. Rund um das Projekt sind zahlreiche neue Ideen entstanden.

„FOR FOREST – The Voice for Trees“ nimmt sich dieser Ideen an, vernetzt Menschen und Institutionen und stellt sich dem Klimawandel entgegen. Ein 1. Schritt: FOR FOREST ist Leading Partner des nächsten Austrian World Summit am 26. Mai 2020 in Wien. Weitere Schritte folgen …

FOR FOREST wird die Stimme der Bäume.

08.09.19 – 27.10.19

WÖRTHERSEE STADION KLAGENFURT | AUSTRIA

08.09.19 – 27.10.19

WÖRTHERSEE STADION KLAGENFURT | AUSTRIA

EIN WALD IM FUßBALLSTADION

„FOR FOREST – Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“ war eine temporäre Kunstintervention von Klaus Littmann, die das Wörthersee-Fußballstadion in Klagenfurt vom 8. September bis 27. Oktober 2019 in Österreichs größte öffentliche Kunstinstallation verwandelte.

Mit rund 300 Bäumen, von denen einige bis zu sechs Tonnen wiegen, gestaltete Landschaftsarchitekt Enzo Enea über das gesamte Spielfeld einen mitteleuropäischen Mischwald.

Von den Rängen aus konnten die Zuschauer die Bäume auf dem Feld, wo sonst gespielt wird, Tag und Nacht (von 10:00 bis 22:00 Uhr) bei freiem Eintritt bestaunen. Dieses ebenso ungewohnte wie faszinierende Bild löste verschiedene Emotionen und Reaktionen aus. Je nach Tages- oder Nachtzeit bildeten die Bäume eine sich ständig verändernde Landschaft, die sich durch Witterungseinflüsse sowie die saisonale Herbstfärbung des Laubes weiter verändern hat. Dieser emotionale Eindruck wurde durch die völlig neue Betrachtungsweise des scheinbar Gewohnten – des Waldes – weiter verstärkt. Mit dieser monumentalen Installation wollte Littmann unsere Wahrnehmung der Natur herausfordern und den Blick auf die Zukunft der Mensch-Natur Beziehung schärfen.

Das Projekt versteht sich auch als Mahnmal dafür, dass die Selbstverständlichkeit der Natur eines Tages nur noch in ihr speziell zugewiesenen Gefäßen zu bestaunen sein könnte, wie das bereits heute etwa mit Tieren im Zoo der Fall ist.

DIE FOR FOREST GESCHICHTE

Klaus Littmannns Idee: Das Projekt geht auf die Initiative des Künstlers und internationalen Vermittlers zeitgenössischer Kunst Klaus Littmann zurück. Klaus Littmann sah die Bleistiftzeichnung „Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“ von Max Peintner (geb. 1937) erstmals vor über 30 Jahren und trug seither die Idee zur Realisierung dieser beeindruckenden Dystopie mit sich.

KLAUS LITTMANN (LITTMANN KULTURPROJEKTE)

Klaus Littmann lebt und arbeitet in Basel. Littmann studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie u.a. bei Joseph Beuys und etablierte sich als Createur sowie freiberuflicher Vermittler für zeitgenössische Kunst. Dabei hat er sich international als Initiant und Organisator von Einzel- und Gruppenausstellungen einen Namen gemacht und sich später auf die Planung und Realisierung von themenkonzentrierten Kunstausstellungen sowie künstlerischen Interventionen im öffentlichen Raum konzentriert. Jedem seiner komplexen und einzigartigen Projekte liegt auch eine dichotische
Spannung zugrunde, die die Beschäftigung des Künstlers mit der Alltagskultur und die Konfrontation
zwischen zeitgenössischer Kunst und urbanen Räumen hervorhebt.

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Klaus Littmann „FOR FOREST – Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“, Kunstintervention 2019, Wörthersee Stadion Klagenfurt | Austria
Foto: UNIMO

Klaus Littmann und Max Peintner im Wörthersee Stadion in Klagenfurt (2017)
© Gerhard Maurer

MAX PEINTNERS ZEICHNUNG

„FOR FOREST – Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“ wurde nach den künstlerischen Plänen von Klaus Littmann realisiert und basiert auf einer Bildidee des österreichischen Künstlers Max Peintner (*1937). Mit der Bleistiftzeichnung von Max Peintner „Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“ (1970/71) wird die Bedrohung der Natur nicht didaktisch mit erhobenem Zeigefinger, sondern über eine Gedankenfigur vermittelt: Stell dir vor, den Wald gibt es nur mehr als Ausstellungsstück!

Mit dieser Fiktion war der Künstler seiner Zeit weit voraus, wurde das Problem des Waldsterbens doch erst in den 1980er-Jahren breit diskutiert. Seine Zeichnung ist im Laufe der Jahre zu einer Ikone und zum Denkanstoß über die bildende Kunst hinaus geworden. So fand das Werk etwa Eingang in über 20 deutschsprachige Schul- und Lehrbücher sowie in verschiedene internationale Publikationen. Inzwischen gilt die visionäre Ausdruckskraft des Bildes als Anstoß für Philosophie, Soziokultur, Biologie, Ökologie, Anthropologie und Literatur.

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Max Peintner, «Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur»
Bleistiftzeichnung, 1970/71

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